Meetingregel 2 Pizzen, nicht mehr
Eine einfache, aber psychologisch geniale Meeting-Regel von Jeff Bezos
Der Amazon-Gründer wusste: Meetings sind kein Kaffeeklatsch. Sie sind ein Kampf um Aufmerksamkeit, Fokus und begrenzte kognitive Ressourcen.
Und dafür gilt bei ihm die Pizza-Regel: 2 Pizzen, nicht mehr.
Wenn zwei Pizzen nicht ausreichen, um alle Meetingteilnehmenden zu sättigen, sind es zu viele Leute im Raum.
Psychologisch spannend, denn in größeren Gruppen treten folgende Effekte auf:
Soziale Trägheit (Social Loafing): Die Motivation sinkt, die eigene Leistung sichtbar einzubringen. Gedanke dahinter: „Mein Beitrag fällt hier ohnehin nicht ins Gewicht.“
Konsequenz: Die Gesamtleistung fällt trotz mehr Köpfen.
Verantwortungsdiffusion: Je mehr Menschen am Tisch sitzen, desto unklarer werden auch die persönliche Zuständigkeiten.
Konsequenz: Verantwortung verteilt sich so breit, dass am Ende niemand mehr konsequent entscheidet.
Koordinationsverlust: Mit steigender Gruppengröße wachsen die Transaktionskosten der Kommunikation.
Konsequenz: Man redet viel, aber bewegt wenig.
Kognitive Überlastung: Unser Arbeitsgedächtnis ist limitiert (7 ± 2 Informationseinheiten).
Konsequenz: Zu viele Inputs überlasten die Kapazität.
Und was ich am wertvollsten finde:
Die Pizza-Regel zwingt uns, uns vor jedem Meeting zu fragen:
Wer hat eine entscheidungsrelevante Funktion?
Wer liefert einen substanziellen Beitrag?
Und wer ist nur „pro forma“ eingeladen?
Daher mein Tipp:
Nächste Woche Mal 2 Pizzen bestellen und eure Meeting-Effektivität überprüfen…Kommt sicher gut an!
